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Rückblick |
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November 2011 Als ich im Jahr 2009 mein 20-jähriges Zwingerjubiläum feiern durfte sind mir bereits viele Gedanken im Kopf herum gegangen, die ich heute endlich in Worte fassen möchte. Ausschlaggebend ist u.a. mein aktueller "Tatort" Wurf, denn alle 6 Kätzchen ziehen zu langjährigen Bekannten, die entweder schon Katzen/Kater von mir hatten oder im Moment noch haben. Dies zeigt mir einmal mehr wie lange ich diese schöne Rasse nun schon züchte und wie zufrieden meine Käufer offenbar mit dem Ergebnis sind. Mein extrem schlechter Start vor 22 Jahren (nachzulesen auf der Seite "Über uns") und die wirklich mühsamen ersten drei Jahre waren dann eigentlich doch relativ schnell vergessen, denn in all den Jahren danach bis zum heutigen Tag gab es keine nennenswerten Katastrophen mehr in meiner Zucht. Nur in einem Wurf meiner schwarz-weißen Lara haben damals zwei Babys (aufgrund von offenen Bäuchen) leider nicht überlebt. Davon mal abgesehen gab bei uns niemals totgeborene Katzenkinder, und es sind auch noch nie Kätzchen während der Aufzuchtszeit oder kurz danach gestorben. Keine meiner bisherigen Zuchtkatzen hatte jemals einen Kaiserschnitt oder sonstige Probleme bei der Geburt ihrer Welpen. Dafür bin ich sehr dankbar! Es gab in all den Jahren keinen (mir bekannten) Fall von HCM, GSD4, Leukose, etc., auch dafür bin ich natürlich sehr dankbar und sehe deshalb nach wie vor keinerlei Bedarf meine Tiere einer HCM Ultraschalluntersuchung auszusetzen. Meine weiblichen Zuchtkatzen sind selbstverständlich GSD4 negativ getestet, aber ich sehe keine Veranlassung dies groß und breit auf meiner Startseite kundzutun. Wenn es für meine Käufer von Interesse wäre würden sie mich sicherlich danach fragen. Bisher hat das allerdings noch niemand getan... Schon seit vielen Jahren lasse ich unsere Katzen nicht mehr gegen Leukose impfen. Wozu auch? Leukose wird nur bei direktem Körperkontakt, sprich Flüssigkeitsaustausch, mit daran erkrankten Katzen übertragen. Da ich - ebenfalls seit vielen Jahren - nur gesunde Deckkater aus dem engsten Freundeskreis für meine Katzendamen in Anspruch nehme, sehe ich auch hier keinerlei Handlungsbedarf, denn - wie inzwischen bekannt sein dürfte - kann die Impfung gegen Leukose auch großen Schaden anrichten. Unsere Katzen müssen nicht zu Ausstellungen, denn sie sind auch ohne dubiose Richterberichte schön und typvoll und stammen selbstverständlich von allerbesten Linien ab. Das war mir immer wichtig und wird es auch immer bleiben. Katzenausstellungen sind reine Schönheitswettbewerbe, die nichts, aber auch rein gar nichts über die jeweiligen Gene aussagen. Meine Käufer sehen das offenbar genauso und freuen sich über kerngesunde, große und charakterfeste Tiere, auch ohne nichtssagende Titel. Ich habe in den ersten Jahren meiner Zucht zwar mehrmals den Verein gewechselt, aber noch nie meinen Zwingernamen. Auch wenn viele Menschen ihn nicht richtig aussprechen (Erklärung hierzu auf der Seite "Über uns") gefällt er mir nach wie vor sehr gut. Durch mein Hobby habe ich viele nette Menschen kennen gelernt und neue Freunde gewonnen. Von Zeit zu Zeit werde ich von Freunden (manchmal sogar auch von völlig Fremden!) darauf hingewiesen, dass meine persönliche Preisgestaltung (mal wieder) aktuelles Thema in einem der zahlreichen Katzenforen ist... Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen, denen ich offenbar nach wie vor ein Dorn im Auge bin, für die kostenlose Werbung bedanken! ;-) Ich selber besuche diese Foren zwar nicht, aber es gibt dort immer mal wieder nette und offenbar neugierig gewordene Leser, die mich dann kontaktieren und nicht selten auch ein Kätzchen bei mir kaufen :-) Meine Ansprüche in Bezug auf die Käufer meiner Katzenkinder sind in den zurückliegenden Jahren allerdings enorm gestiegen. So verkaufe ich beispielsweise prinzipiell keine Kätzchen mehr in Wohnungen unter 70 m² ohne Balkon, Terrasse oder Garten. Interessanterweise melden sich inzwischen sowieso fast ausschließlich Interessenten mit Haus & Garten, denen meine Einstellung zu vielen Dingen gefällt, und die dazu bereit sind, ihren Garten entsprechend zu sichern. Bei mir gibt es keine "Knebelverträge", die meinen Käufern verbieten, über das Wohl und Wehe ihrer pelzigen Lebensgefährten selbst zu entscheiden. Die pure Lebensfreude und das stabile Immunsystem unserer vierbeinigen Mitbewohner zeigt uns täglich aufs Neue, dass für Norwegische Waldkatzen ein möglichst artgerechtes Halten - so gut es eben realisierbar ist - einfach ein "MUSS" ist! Ein gesicherter Garten ist natürlich optimal, aber wenn unsere Käufer in ruhiger ländlicher Lage wohnen, haben wir auch keine Probleme damit, wenn unsere "Kinder" nach erfolgter Kastration frei laufen dürfen. Die überwiegend positiven Erfahrungen der zahlreichen zurückliegenden Jahre haben mir deutlich gezeigt, dass ich offenbar den für mich richtigen Weg eingeschlagen habe. Nachsatz: Der häufige Wechsel zwischen "ich" und "wir" im obenstehenden Text ist entstanden, weil ich schon länger Norwegische Waldkatzen züchte als es meinen Mann Reiner in meinem Leben gibt, und weil die Katzenzucht allein mein Hobby und nicht das meines Mannes ist. Die Grundeinstellung zu vielen Dingen "rund um die Katz" und die Liebe zu unseren pelzigen Mitbewohnern teilen wir jedoch :-)
©
Ulrike Stelte
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