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Über uns |
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Wir, das sind Reinhard & Ulrike Stelte, Jahrgang 1952 & 1953...

(1. August 2009)
Das Hobby Katzenzucht betreibe in erster Linie ich, denn mein Mann baut wesentlich lieber Modellflugzeuge zusammen, die er dann - unter entsprechenden Wetterbedingungen - mehr oder weniger regelmäßig auf dem angemieteten Gelände seines Modellflugvereins fliegen lässt.
Selbstverständlich liebt Reiner unsere Pelze auch und beteiligt sich an meinem Hobby, in dem er sowohl für optimale Sicherheit im Garten sorgt, als auch im Haus ständig neue "Barrikaden" austüftelt und errichtet, um die aktuellen Katzenkinder vor sich selbst und ihrem ungeheuren Entdeckerdrang zu schützen. Außerdem bringt er bei fast jedem größeren Einkauf bergeweise Tütenfutter & Leckerlis mit. Alles was darüber hinausgeht (Katzenstreu, Trockenfutter, Spielzeug, etc.) liefern allerdings Zooplus & Cat's Country frei Haus... :-)
Obwohl es mir ein sehr gutes Gefühl gibt, meinen Mann unter der Woche überwiegend zu Hause und somit bei den Katzen zu wissen, nehme ich natürlich trotzdem jedes Mal, wenn ein Wurf Katzenkinder ansteht, ein paar Tage Urlaub, weil ich die Geburt einfach nicht verpassen möchte. Meine Kolleginnen & Kollegen schmunzeln dann immer wieder gerne über meinen "Mutterschaftsurlaub"... ;-)
Gartenimpressionen - 2007
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| Mai 07, und unser Garten ist schon fast wieder "blickdicht"! | |
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| April 07 | Mai 07 (...und schon ist der Zaun wieder unsichtbar!) |

Wir bewohnen seit einigen Jahren einen Winkelbungalow mit 150 m² Wohnfläche plus 80 m² Keller, die unseren pelzigen Mitbewohnern uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Zusätzlich haben unsere Katzen durch Katzenklappen in diversen Kellertüren freien Zugang zu einem ca. 500 m² großen Garten. Oben auf dem Lamellenzaun (der das gesamte Grundstück umschließt) ist zusätzlich noch ein ca. 1,50 m hohes Netz locker an dünnen Stäben befestigt. Alle Lücken unterhalb des Lamellenzauns sind mit Karnickeldraht bestückt, und unser Garten ist somit rundherum katzensicher. Irgendwann werden wir auch dazu kommen, ihn etwas zu kultivieren... Aber es geht nun mal nicht alles auf einmal, und unseren Katzen ist das auch völlig egal, Hauptsache sie dürfen zu jeder Tages- und Nachtzeit nach Belieben rein und raus :-)
Da unser Zwingername auch heute noch immer wieder mal Fragezeichen auslöst, nachfolgend eine kurze Erklärung zu seiner Bedeutung und Aussprache. Ich habe seinerzeit (1988) sowohl ein Norwegisches Wörterbuch in der städtischen Leihbücherei, als auch das Norwegische Generalkonsulat in Düsseldorf konsultiert, um möglichst weder bei der Übersetzung, noch bei der Aussprache meines auserkorenen Zwingernamens einen Fehler zu machen. Die freundliche Dame am Telefon des Konsulats hat mir sowohl die korrekte Übersetzung, als auch die Aussprache bestätigt und sich dabei wahrhaft königlich amüsiert!
"av plysj" heißt also übersetzt "aus Plüsch" bzw. "von Plüsch" oder - altmodischer formuliert - "plüschen". Dabei wird das Wort "plysj" auch wie das deutsche "Plüsch" ausgesprochen, wobei die Norweger das deutsche 'ü' ein kleines bisschen mehr in Richtung 'i' aussprechen. Unser Zwingername wird übrigens IMMER klein geschrieben, auch wenn es in diesem Fall ein Eigenname ist. Am 14. März 1989 wurde "av plysj" erstmals offiziell durch meinen damaligen Verein "Deutsche Edelkatze" für meine Zucht eingetragen.
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Nachfolgend meine "Entstehungsgeschichte" als Waldkatzenzüchterin, oder noch treffender formuliert: "Ein dornenreicher Weg zur Hobbyzucht !" (Wer jedoch keine Lust hat sich hier unter Umständen zu langweilen, darf selbstverständlich gerne auf unseren anderen Seiten weiter stöbern. Sehr zu empfehlen sind dabei vor allem die Schnappschuss-Seiten, Teil 1-8, sowie unsere Info-Seiten zu unterschiedlichen Themen.
Wie alles begann...
1986/1987 habe ich mich anlässlich einer Rassekatzen-Ausstellung in Oberhausen unsterblich in die "Norwegische Waldkatze" verliebt! Umgehend versuchte ich - anhand eines kleinen Rechenbeispiels - meinem damaligen Mann klar zu machen, dass Katzenzucht das ultimative (und noch dazu einträgliche!) Hobby meiner Zukunft sein würde. Die Anschaffung einer Waldkatzendame würde ca. 850 DM kosten, eine Deckung ca. 400 DM, und die 9 Wochen später zur Welt kommenden Kätzchen könne man doch sicherlich ebenfalls für ca. 850 DM pro Nase verkaufen... So wären dann alle Anschaffungskosten abgedeckt, und es bliebe sogar noch etwas übrig... Er hat nicht lange überlegt und "JA" gesagt! :-)
1988 habe ich also meine erste Norwegische Waldkatze "Cleo von Chi Cama" (genannt Tootsie) gekauft, und bin schon damals den Norwegern unwiderruflich und für alle Zeiten verfallen. Der Weg zur ersehnten Hobbyzucht sollte sich jedoch als extrem dornenreich erweisen... Übrigens zeigt das Hintergrundbild meiner Webseite ungefähr seit meinem 20. Zwingerjubiläum ein Relief von Tootsie.
1990 musste ich mich dann - nach zahlreichen vergeblichen Versuchen, Tootsie decken zu lassen, und irgendwann ebenso zahlreichen gründlichen Untersuchungen meiner Waldkatzendame durch verschiedene Tierärzte, sowie letztendlich sogar der Anschaffung eines eigenen Deckkaters (um Tootsie etwaigen Reisestress zu ersparen) der traurigen Tatsache stellen, dass sie offenbar unfruchtbar war. Sie wurde also kastriert, blieb aber selbstverständlich bei uns und hat unser Leben immerhin ganze 15 Jahre lang geteilt und bereichert.
Ebenfalls im Jahr 1988 geboren wurde "Clara v. Nordkap" (Clärchen), meine zweite Waldkatzendame, die ich als Spielgefährtin für Tootsie gekauft hatte, weil unser Hauskater Benni zu jener Zeit noch rigoros jeglichen engeren Kontakt mit ihr ablehnte.
1990 wurde Clärchen erfolgreich gedeckt und brachte 9 Wochen später zwei extrem missgebildete und somit nicht lebensfähige Kitten zur Welt. Nach einem weiteren Versuch (mit einem stinknormalen Hauskater!), der leider dasselbe katastrophale Ergebnis brachte, wurde sie natürlich ebenfalls kastriert.
Erst 1992 bekam meine dritte Waldkatzendame "Skogkatten's Dunja" (genannt Daisy) dann endlich den lang ersehnten und kerngesunden, wunderschönen ersten Wurf. Leider beschloss sie jedoch umgehend nach der Geburt ihrer Babies alle Mitkatzen für potentielle Feinde zu erklären und ihnen regelrecht aufzulauern, um sie heftigst zu verprügeln. Ein zweiter (ungeplanter) Wurf, gerade mal ein halbes Jahr später, brachte leider keinerlei Veränderung, also habe ich Daisy dann sehr schweren Herzens - mit ihrem Sohn Dario zusammen - in gute Hände vermittelt, und mich - extrem nahe daran aufzugeben - nach einer "Ersatzkatze" für sie umgesehen.
So zog im Sommer 1992 die nunmehr vierte Norwegische Waldkatze "Filomena von der Puppenburg" bei uns ein. Mit ihr ging es dann endlich bergauf, und ich durfte im Laufe der darauf folgenden Jahre zahlreiche Würfe gesunder, schöner und charakterfester Babies aufwachsen sehen. Filomenas Töchter Lara und Ginger bekamen zu meiner großen Freude ebenfalls sehr hübsche, typvolle und gesunde Kitten.
Wie das Leben so spielt habe ich mich dann Anfang 1998 von meinem damaligen Mann getrennt, und unsere Katzen wurden "aufgeteilt". Das heißt im Klartext: Er behielt die Kastratinnen Tootsie und Filomena, und ich zog mit meiner Tochter Sarah, sowie den Katzen Layla, Ruby und Nixon in eine eigene kleine Wohnung. Meine Zucht wollte ich allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgeben, denn anfangs war ich nur halbtags berufstätig, und Sarah (13) war mittags nach der Schule ja schon zuhause und hat sich mit um unsere Pelze gekümmert.
Silvester 1998 lernte ich meinen jetzigen Mann Reiner kennen und zog im Mai 1999 zu ihm nach Unna. Gemeinsam beschlossen wir dann, das Thema Katzenzucht erst einmal abzuschließen, weil wir beide ganztags berufstätig und somit ziemlich lange außer Haus waren. Zudem war unsere größte Leidenschaft das Tanzen, und oft ergab es sich, dass wir an bis zu 3 Abenden pro Woche unterwegs waren.
Ich sollte dazu vielleicht noch erwähnen, dass Katzenzucht für mich stets nur denkbar war (und nach wie vor ist), wenn mindestens halbtags jemand im Haus ist, denn ich hätte einfach kein gutes Gefühl dabei, einen Wurf übermütiger Katzenkinder ganztags unbetreut allein zuhause zu wissen. Eine solche Bande dann tagsüber in ein einzelnes Zimmer zu sperren, um größeren Schaden an Leib und Seele zu vermeiden, käme für mich niemals in Frage. Ich habe meine Norwegerzucht begonnen, als ich "nur" Hausfrau war und meine Kinder Alexander und Sarah 11 und 4 Jahre alt waren. Mit dem Wissen und täglichen Erleben, in welche Schwierigkeiten sich kleine Kätzchen unter Umständen bringen können, konnte ich noch nie nachvollziehen, wie ganztags berufstätige Züchter verantwortungsvoll und ohne größere Verluste Katzen züchten können. Dies ist bitte nicht als Kritik zu verstehen, sondern es handelt sich einfach und allein um meine persönlichen Gedanken und Bedenken zum Thema Katzenzucht.
Wie auch immer, im September 2000 erlitt Reiner einen schweren Motorrad-Unfall, der ihn einerseits fast das Leben gekostet hätte, und der ihn dann andererseits leider viel zu früh zum Rentnerdasein gezwungen hat. Nach Monaten der Rekonvaleszenz und Reiners "Rückkehr ins Leben" ergab sich bei mir, quasi wie von selbst, eines Tages der Gedanke: Warum züchte ich eigentlich nicht weiter??? Gedacht, gesagt, getan! Also wurde "Akira vom Hexengrund" gekauft, und sie brachte - als sie schließlich erwachsen war - und nach 3-jähriger Zuchtpause im Zwinger "av plysj" - im Sommer 2001 ihren ersten Wurf (sieben auf einen Streich!) zur Welt. Darauf folgten weitere Würfe (nicht allein von Akira) in den Jahren 2002, 2004 und 2005.
Im Februar 2006 sind wir noch einmal (und hoffentlich nun wirklich zum allerletzten Mal vor dem Altersheim!!! :-)) umgezogen und bewohnen nun mit unseren Katzen ein ruhig und doch sehr zentral gelegenes Haus mit 150 m² Wohnfläche (plus Keller) und ca. 500 m² Garten, der mittlerweile auch absolut katzensicher ist. Unsere Pelze haben sich prächtig eingelebt, toben übermütig durch Haus und Garten, können durch diverse Katzenklappen zu jeder Tages- und Nachtzeit raus und rein, und bringen natürlich zeitweise auch Beute mit... L
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich in den zurückliegenden nunmehr 20 Jahren als Waldkatzenzüchterin durch viele Höhen und Tiefen gegangen bin, und dass ich von Anfang an mit absoluter Offenheit, Ehrlichkeit und Geradlinigkeit meinen Weg verfolgt habe. Ich habe im Problemfall schon damals exzessive Ursachenforschung betrieben und werde es auch weiterhin tun, wenn es nötig sein sollte. Ich bin anderen Züchtern dabei durchaus auch dann und wann mal heftig auf die Füße getreten, aber ich habe niemals etwas unter den Teppich gekehrt und werde es auch zukünftig nicht tun.
Ich wünsche mir einfach eine "gemeinsame" Zukunft, in der Züchter ENDLICH mehr miteinander reden und wichtige Informationen austauschen, ohne zu tratschen und/oder mit Fingern auf Andere zu zeigen, um von sich selber abzulenken. Nur so können wir uns weiter entwickeln und es vielleicht doch irgendwann noch schaffen, eine Einheit zu sein, die durch ihr gemeinsames Hobby verbunden ist!